LOS ANGELES - Mia Farrow ist enttäuscht, dass sie ihren Hungerstreik bereits nach zwölf Tagen abbrechen musste. Eigentlich wollte die 64-Jährige 21 Tage lang durchhalten, um mit ihrem Fasten auf die Leiden der Menschen im Krisengebiet Dafur aufmerksam zu machen. Sie sagte der US-Zeitschrift "People" dazu: "Ich war sehr enttäuscht. Ich bin ein sehr sturer Mensch und sehr entschlossen. Ich hatte mein Ziel von 21 Tagen bereits geändert und wollte nun 15 Tage durchhalten, was der Anzahl der Hilfsorganisationen entspricht, die ausgewiesen wurden." Farrow musste ihren Hungerstreik am Freitag (08.05.) auf Anraten ihres Arztes abbrechen.

Farrow beschrieb ihr Fasten zu Beginn als "einen persönlichen Ausdruck von Empörung über eine Welt, die einfach zusieht, wie unschuldige Männer, Frauen und Kinder unnötig an Hunger, Durst und Krankheiten sterben". Ihr Prostest war Teil einer Kampagne, die den Völkermord weltweit stoppen will. (FIRSTNEWS berichtete)

 

Mia Farrow: Hunger-Tipps von David Blaine

New York (dpa) - Hungerstreik aus Solidarität mit den Menschen in Darfur: US-Schauspielerin Mia Farrow (64) hat sich bei den Vorbereitungen zu ihrer Aktion Rat bei dem Aktionskünstler David Blaine (36) geholt. «Er hat mir ein bisschen davon erzählt, wie man sich vorbereitet und was mich erwartet. Nach sechs Tagen fühlt man gar keinen Hunger mehr», schrieb Farrow auf ihrer Webseite «miafarrow.org». Er habe ihr unter anderem geraten, mindestens vier Liter Wasser pro Tag zu trinken. Farrow, die sich schon lange für die Flüchtlinge in der sudanesischen Krisenregion einsetzt, fastet seit Montag und will mindestens drei Wochen im Hungerstreik bleiben.

Blaine hat Erfahrung mit Hunger: Bei seinem spektakulärsten Auftritt hatte er sich 44 Tage lang ohne Essen in London über dem Themse-Ufer in einer gläsernen Zelle aufhängen lassen. Er musste anschließend wegen Unterernährung ins Krankenhaus.

Farrow schrieb weiter: «Was ich durchmache, ist nichts im Vergleich zu dem, was die Menschen in Darfur erleiden. Wenn der Hunger nagt und mein Kopf schmerzt, dann denke ich an sie.» In Darfur sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als eine Million Flüchtlinge in Lebensgefahr, seit die sudanesische Regierung 13 internationale Hilfsorganisationen des Landes verwiesen hat.